| Der Jogger. |
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Der Jogger trug hellblau. Pulsuhr-Piepen am Handgelenk, das lag am gesteigerten Puls und dem rasenden Atem, der ihn kaum
sprechen ließ. Das Kritzeln des abgegriffenen Kugelschreibers expandierte dröhnend in den Wald hinein, die
Pulsuhr hätte rotierende Zeiger gehabt, wäre sie analog gewesen. Die Fliegen wären zuerst da gewesen oder
dieser Geruch, es ließ sich nicht mehr in Vorher und Nachher kategorisieren, alles verschwamm im Braun der Erde und
dem satten Grün der Sträucher. Der Schatten der Bäume kühlte den schweißnassen Sportler aus,
so sehr, dass sein Gehirn sich wie ein Eiskaffee anfühlte: kühl, bitter, koffeinhaltig. Der Wind strich durch die
Papiere, offizielle Unterlagen, zivilisierter Strohhalm in diesem versumpften Gebiet, das die Marken-Sportschuhe kalt und
schmutzig durchtränkte. Worüber man sich so Gedanken machte, als wären Schuhe noch wichtig, als
hätte irgendetwas Bedeutung außer dieser Starre, außer dieser Bleiche, außer ihr. Der Jogger zog den
geschlossenen Reißverschluss seiner Jacke hoch, kramte nach einem Taschentuch oder irgendetwas Ähnlichem,
das ein Äquivalent zu den Zetteln des steifen Beamten war, der nicht einmal aufblickte, wenn er etwas fragte. Der Wald ist alt,
dachte oder sagte der Jogger. Der Kugelschreiber stockte kurz und rannte weiter. |