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„Ich habe Träume vom Rock’n’roll.“
Dunkel, vielleicht schaurig, feucht sein Zimmer und Zigarettenasche auf der Fensterbank. Vorm Neonlicht singt eine Fliege ihre Wut und Rhythmus wird zu Flackern.
Leise dämmert es in seinen Schatten.
„Ich habe Träume vom Rock’n’roll.“
Eine Hand an der Zigarette, die andere malt Kreise auf ein staubiges Instrument. Während Draußen zusammenstürzt, wird es wärmer, doch
auch zäher. Hier drinnen, wo die Zeit Goya-Plagiate erstellt, fehlt es an nichts außer Wahrheit, Authentizität? Schönheit wird zur Meinung,
subjektiv wähnt Rock’n’roll sich schon am Ziel. Schleichend färbt sich die Wand, die Worte, die Noten tanzen zu viel Tango, und sein Zimmer ist
Chanson, spät in der Nacht. Er schläft nicht. Er lebt nur. Atmend im Dunst, betrübt im Schein der Lampe, lässig nur das, was außen
nicht sieht.
Es ist schon spät. Aktenschränke und die Bilder einer Jugend im Garten verschwimmen zu Stellwand und Scheinwerferlicht. Er bricht durch Eis und
schäumend wiegt Kühle den Geist der ledernen Stiefel.
Ich habe Träume vom Rock’n’roll.
Sonnenlicht schwemmt in jeden Raum, Sommerräume waren Bedingung sowie Geld und das Gefühl von sicherer Nacht. Schlendernd weichen Regeln
von den Wegen, heben ihre Füße hoch, verschwinden durch die Regenfäden. Auf den Straßen schwimmt Laub.
Rotwein glitzert auf ihrer Kehle, färbt den Himmel. Es wird wärmer, und flüssig erinnert alles an Winter. Wenn der Sonnenschein auch diesmal
das Rendezvous vergisst, fährt das Ende weiter Achterbahn. Nur ein leiser Klang von Nachlass und Erschüttern. Nur Leben in der Hosentasche.
Tod zählt vage Namen auf, Paris, L.A., nirgends schwingt der Ton so hoch wie in den Straßen unter verkrustetem Schmutz. Lauschend fegt Gesang
durch trübe Städte, sucht sich Ecken, in denen Tische mit Gläsern stehen.
Sie ist nicht spät, nur weiter, ferner, klarer durch den Nebel, der die Bretter säumt.
Gelesen hat auch sie davon. Geschmeckt. Und niemals aufgehört zu sein.
Ich habe Träume vom Rock’n’roll.
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